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Junger Pianist beeindruckt das Publikum

Viele Musikliebhaber kommen zum Klavierkonzert im evangelischen Gemeindesaal Sigmaringen/weig. Der erst 25-jährige Pianist Alexander Sonderegger hat am Sonntag ein beeindruckendes Konzert im evangelischen Gemeindesaal gegeben. Der Kantor Sukwon Lee lernte ihn bei einem Vorspiel in Rottweil kennen und war von seinen Interpretationen von Liedern während der Klavierbegleitung junger Sängerinnen begeistert. Alexander Sonderegger stammt aus Russland und studiert derzeit im postgradualen Studium in Stuttgart. Er nahm seine Zuhörer bei diesem ersten Konzert des Jahres für 90 Minuten mit auf eine musikalische Reise, deren Tempo und Variationsvielfalt vom ersten bis zum letzten Stück unvermindert anhielt. Das Konzert begann mit der zweiten von insgesamt sechs französischen Suiten, die Johann Sebastian Bach seiner Ehefrau Anna Magdalena anlässlich ihrer Hochzeit im Jahr 1722 widmete. Das Stück wurde für Cembalo und Clavicord komponiert und besteht aus einer Folge von Tanzstücken, deren Tonart und Motive zu einer musikalischen Einheit verbunden sind. Bach hatte strenge pädagogische Maßstäbe bezüglich der Spieltechnik, denen Sonderegger dank seiner atemberaubendem Fingerfertigkeit gerecht wurde. Beethoven war ebenfalls im 25. Lebensjahr, als er im Jahr 1795 die Klaviersonate Nr. 3 in C-Dur komponierte. Das Thema des ersten Satzes wird im weiteren Verlauf des Stückes immer wieder aufgegriffen und variiert.

Den Kopf zurückgelehnt, die Augen geschlossen, schienen die Finger des Pianisten ein Eigenleben zu führen, jagten sie doch in schwindelerregendem Tempo von einer Taste zur anderen. Kaum war man vertraut in einer harmonischen Melodienfolge, brach sich unvermittelt ein Schwall aufwühlender Tonfolgen Bahn, um sich anschließend erneut in langsam perlenden Tönen zu beruhigen.

Auch das nächste Stück, eine Etüde von Frédéric Chopin, spielte Alexander Sonderegger rasch, munter, fröhlich und mit Feuer – allegro con fuoco eben.

Nach der Pause setzte der Interpret das Programm mit einer kurzen Klaviersonate Franz Schubertsfort. 1817, mit gerade 20 Jahren, verfasste der Wiener diese Komposition, deren melodische Linien immer wieder von abrupten Wechseln unterbrochen werden. Robert Schumanns zwölf symphonische Etüden gehören zur wichtigsten Klavierliteratur des 19. Jahrhunderts. Zwar nennt sich das Stück eine Etüde, aber bei Schumann weitet sich die Definition zu Variationen über ein Thema. Dieses stammte vom Adoptivvater von Schumanns damaliger Geliebten, einem Fräulein Ernestine von Fricken.Schumann griff das Thema auf und erfand zwölf Variationen, die Barock, Wiener Klassik und Musikder Romantik miteinander verbinden. Das Stück wurde zu einem Erfolg, was der Liebelei mit Ernestine jedoch nicht beschieden war.

Mit lang anhaltendem Applaus bedankten sich die Zuhörer auch für diese ausgezeichneteInterpretation der Etüden, die jeden im Saal in Bann hielt. Mit der Zugabe, dem Feuerwerk von Claude Debussy, knüpfte Sonderegger an die Eingangsworte Sukwon Lees an, konnte dieser doch am Ende der Veranstaltung seine Begeisterung über die Kunst Sondereggers mit den Zuhörern teilen.

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04.06.2016 Vorstellung aus dem Programmheft des «Rising Stars!» Festivals in Stuttgart

04.06.2016 Vorstellung aus dem Programmheft des «Rising Stars!» Festivals in Stuttgart

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